Symposium | Simulation: Strategien für einen Entwurf der Gegenwart.

Ausstellung „FAKE IT TILL YOU MAKE IT“ mit Symposium und Workshop in Karlsruhe.
Digitale Werkzeuge hinterfragen sowohl das architektonische Entwerfen, als auch den Beruf des Architekten, denn technische Neuerungen veranlassen immer wieder zu der Feststellung: Der moderne Traum einer „objektiven“ Architektur scheint heute zum Greifen nah.

Diese Diagnose ist Anlass für die Fachschaft Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe eine Debatte über das Entwerfen anzustoßen. Zum Gespräch eingeladen sind die Architekten Tobias Tonch (MVRDV), Boris Gusic (ETH Zürich) und Karl Ruehle, die Architektinnen Mona Mahall und Asli Serbest (m-a-u-s-e-r, Berlin/Istanbul), der Stuttgarter Künstler Lukas Stopczynski und die Architekturtheoretikerin Nathalie Bredella (UdK Berlin), sowie Damian Borth, der im Bereich Informatik am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz in Kaiserslautern forscht. Die Referenten sind praktizierende Architekten, in der Forschung und Lehre im Bereich Architektur tätig, oder aus einer anderen wissenschaftlichen Disziplin. Diese Zusammensetzung verspricht nicht nur eine breite Auseinandersetzung mit der Thematik, sondern auch informative Diskussionen.

Im Rahmen des Symposiums und der Ausstellung „FAKE IT TILL YOU MAKE IT“ am KIT, sollen aktuelle Positionen hinterfragt und Vorschläge für die Entwicklung einer zeitgenössischen Haltung geliefert werden. Die Ausstellung und der zugehörige Reader „MIND THE GAP“ setzen sich auf verschiedene Weise mit Entwurfsprozessen auseinander. Während der Katalog in enzyklopädischer Form unterschiedliche Entwurfsstrategien in der Architektur untersucht, zeigt die Ausstellung künstlerische Positionen, die sich anhand unterschiedlicher Medien den Aspekten der Thematik annähern und dabei Gestaltungsprozesse hinterfragen, andere unterstreichen oder gar selbst ähnliche Strategien einsetzen. Die Arbeiten verhandeln Gestaltungsparameter wie Material und Form, sowie Gestaltungsmethoden zwischen digital und analog und legen dabei bewusste wie unbewusste Entscheidungen innerhalb des Entwurfsprozesses offen.

Die künstlerischen Auseinandersetzung erstrecken sich von Materialstudien, wie in der Arbeit von Mona Zeiler (Künstlerin, Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart), die sie skulptural wie auch grafisch bearbeitet und in installative Anordnungen überführt; über eine fotografische Annäherung von Wataru Murakami (Künstler, Karlsruhe), dessen Arbeit sich seit einigen Jahren Stillleben der Gegenwart widmet und dabei den Blick auf das Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in Alltagssituationen, im Innen- wie im Außenraum, in Arbeitsstätten, Ausstellungsräumen usw. richtet; hin zu einer audiovisuellen Arbeit von Carlo Siegfried (Szenograf/Ausstellungsdesigner, HfG Karlsruhe) über die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Museum; und zuletzt über eine musikalische Annäherung des Kompositionsstudenten Andrés Nuño de Buen (Hochschule für Musik, Karlsruhe), der in seinen Arbeiten neue Kompositionstechniken wie computergenerierte Simulationsprogramme oder das Programmieren von Algorithmen zur Klangerzeugung erprobt und in der Ausstellung sowohl kozertant, als auch mit einer Installtion vertreten sein wird. Zwei abendliche Diskussionsveranstaltungen, sowie Workshops im Ausstellungsraum behandeln das Thema aus weiteren Blickwinkeln.

Das Projekt steht in der Tradition studentischer Diskussionsformate der Fakultät für Architektur KIT, zu denen auch die Vortragsreihen SKIZZENWERK, sowie LIVE LOVE ARCH aus den Sommersemestern 2015 und 2016 gehören. Neben den Studierenden und Lehrenden der beteiligten Hochschulen sind insbesondere auch alle interessierten Bürger herzlich zur Ausstellung und den Veranstaltungen eingeladen.

TERMINE
24. Oktober: Vernissage und Buchvorstellung
19:00 Uhr: Vorstellung des Katalogs „MIND THE GAP“ + Ausstellungseröffnung
20:00 Uhr: Konzert „Feldlinien“ & „Linienfeld“ von
Andrés Nuño de Bueb, Kompositionsklasse Rihm, Hochschule für Musik Karlsruhe

25. Oktober: Symposium
14:00 Uhr: Begrüßung durch die Fachschaft Architektur
14:30 –16:00 Uhr: Vorträge von Andrés Nuño de Buen, Nathalie Bredella, Tobias Tosh
16:00 –16:30 Uhr: Diskussion
17:00 –18:30 Uhr: Vorträge von Damian Borth, Nikos Salingaros, Mona Mahall/Asli Serbest
18:30 –19:00 Uhr: Diskussion
19:30 –20:00 Uhr: Vorstellung des Workshops „KIT + Fehler + Zufall = KITTEN“, Boris Gusic, Karl Ruehle und Lukas Stopczynski

26-28. Oktober: Ausstellung
10:00 – 19:00 Uhr: Ausstellung täglich geöffnet
ganztägig: Bearbeitung des Workshops

29. Oktober: Finissage
18:00 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse des Workshops „KIT + Fehler + Zufall = KITTEN“
19:00 Uhr: „Crop Picture – über das Detail“: Künstlergespräche mit Wataru Murakami und Mona Zeiler, Moderation: Hanne König, Marlene Oeken.

ORGANISATION:
Lukas Bessai, Carolyne Gailard Couston, Michl Engelhardt, Daniel Grenz, Benedikt Herz (Fachschaft Architektur, Karlsruher Institut für Technologie), Hanne König, Yannick Nuss, Marlene Oken (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe)

ORT:
Kollegiengebäude am Ehrenhof (11.40), KIT Campus-Süd, Englerstraße 11, 76131 Karlsruhe Symposium und Ausstellung: Ausstellungshalle (EG)

Der Eintritt ist frei.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s