5. Architekturtheoretisches Kolloquium: Architekt – Hausvater –

Der (alte) Begriff der Oekonomie hat die Architektur als Muster und Modell schon in ihrem Namen, das Haus (oikos) und das Gesetzmässige (nomos), das daraus das Haushälterische macht. Dass das Bauen aufwendig ist und man deshalb in ganz besonderer Weise den Aufwand bedenken muss, ist eine alte Einsicht. Wie soll dieser ‚Haushalt’ geordnet sein? Wer setzt die Prioritäten? Wie gelangt man von den notwendigen Baumassnahmen – doch noch – zur Schönheit? Oder ist nützlich auch schon schön, und eine gute Konstruktion ohne weiteres Zutun auch ästhetisch perfekt? Kostenberechnung, ‚Anschläge’ sind eher Stiefkinder der Architekturgeschichte. Und das Gleiche gilt wohl auch für das Verhältnis von Architekt und Bauherr. Diese Themenbereiche sollen im geschichtlichen Kontext seit dem 15. Jahrhundert untersucht werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekturtheoretiker, Architekten, Kunsthistoriker, Wissenschaftshistoriker u.a.m. und möchte ausgewiesene Kenner der Materie und insbesondere jüngere Forscher aus verschiedenen Ländern zusammenführen.

Im folgenden können Sie einen Einblick in das Programm erhalten:

Donnerstag, 21. April 2016

I. Ökonomie des Bauens von Vitruv bis zum BIM

14.00 – 19.00 Uhr

14.00–14.40 Uhr
Werner Oechslin (Stiftung Bibliothek Werner Oechslin Einsiedeln)
Oikos/Nomos: die ökonomischen Grundbedinungen des architektonischen Tuns

14.40–15.00 Uhr
Robert Carvais (CNRS France)
Pourquoi l’architecture ne peut s’empêcher de penser l’économie depuis
toujours ?

15.20–15.50 Uhr
Kaffeepause

15.50–16.10 Uhr
Giovanni Carli (Università di Genova)
SIMPLICITAS ARCHITECTURAE. Come fare economia del lusso

16.30–16.50 Uhr
Daniel Mondino (Hamburg)
Über ein digitales Planen, Bauen und Nutzen – BIM. Ein Ausblick

17.10–17.30 Uhr
Luc Phinney (Virginia Tech Washington Alexander Architecture Center,
Alexandria) $28.121?2: Economy in Edificial Acts and Plans

17.50–18.10 Uhr
André Bideau (Zürich)
Das Haus, eine abstrakte Werteinheit

19.30 Uhr
Gemeinsames Abendessen


Freitag, 22. April 2016

II. Wirtschaftliche Bedingungen des Bauens: Positionen/Fallstudien
15./16. Jahrhundert

09.00 – 13.00 Uhr

09.00–09.20 Uhr
Tim Gough (Kingston University London)
On the non-scarcity of architecture

09.40–10.00 Uhr
Jessica Gritti (Politecnico di Milano)
Costruire la banca. Il palazzo di Cosimo Medici a Milano

10.20–10.40 Uhr
Michela Barbot (CNRS, France)
Dai palazzi agli stallazzi. Giving a price to houses in early modern
Milan

11.00–11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30–11.50 Uhr
Nele De Raedt (Ghent University/KHI Florenz)
Magnificence versus Prudence: The exterior Decoration of the Cardinal’s
Palace in Paolo Cortesi’s De Cardinalatu Libri Tres

12.10–12.30 Uhr
Wolfgang Lippmann (Bonn)
Giangiorgio Trissinos Villa in Cricoli zwischen Ökonomie und Norm

14.30–18.30 Uhr

14.30 – 14.50 Uhr
Howard Burns (Vicenza)
Avoiding „le superflue spese“: Palladio’s patrons as site managers and
economy as an architectural principle

15.10–15.30 Uhr
Merlijn Hurx (University of Utrecht)
‘To spend as little as possible’, the impact of bureaucratic procedures
on architectural planning in the late Middle Ages in the Low Countries

15.50–16.10 Uhr
Dirk Van de Vijver (University of Utrecht)
Between patron and contractor, between mathematics and legislation: the
“edificiemeter” and categories of related publications

16.30–17.00 Uhr
Kaffeepause

17.00–17.20 Uhr
Maria Felicia Nicoletti (Archivio del Moderno – Accademia di
architettura, USI, Mendriso)
I «negotij» dell’impresa Fontana nella seconda metà del Cinquecento:
affari e attività intorno al cantiere

17.40–18.00 Uhr
Paola Carla Verde (Archivio del Moderno – Accademia di architettura,
USI, Mendrisio)
“Che si mandi l’Architetto per vedere la spesa”. Domenico Fontana e la
fabbrica dell’Ospedale dei poveri mendicanti a ponte Sisto

19.30 Uhr
Gemeinsames Abendessen


Samstag, 23. April 201

III. Ökonomie umfassend und modern: „Hausvater“, „Bauanschläge“

09.00 – 12.30 Uhr

09.00–09.20
Niklas Naehrig (ETH Zürich)
«En temps de crise, il faut faire des économies» – Philibert Delorme
und die Baukosten

09.40–10.00 Uhr
Anja Buschow Oechslin (Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln)
Das architektonische Wissen des Hausvaters

10.20 Uhr–10.50 Uhr
Kaffeepause

10.50–11.10 Uhr
Christiane Salge (FU Berlin)
 „…und es ist genug, den Land- und Oekonomiegebäuden ein gefälliges
Aussehen zu geben“. Architekturunterricht, Lehrbücher und Praxis der
ökonomischen Baukunst in Preußen um 1800

11.30–11.50 Uhr
Martin Pozsgai (Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln)
Bauüberschläge als Quellen architekturhistorischer Forschung

12.10–12.30 Uhr
Sebastian Fitzner (FU Berlin)
Über Wert und Kosten von Architekturzeichnung und Architekturmodell im
Alten Reich

14.30–18.30 Uhr

14.30–14.50 Uhr
Thomas Wenderoth (München)
„zu Menagirung allzugrosser Kosten“ – Johann David Steingruber,
Architekturtheorie und Praxis

15.10–15.30 Uhr
Sandra Maria Rust (Wien)
Das Palais Thinnfeld. Barocke Baupraxis in Graz

15.50–16.20 Uhr
Kaffeepause

16.20–16.40 Uhr
Madleine Skarda (Universität Zürich)
„Pro subsidio charitativo“ – ein barocker Spendenaufruf: Abt Snopeks
Briefe zur Renovatio der grossen Klosterkirche

17.00–17.20 Uh
Judith Berger (Brandenburgische Technische Universität Cottbus)
Eastnor Castle, Herefordshire: a major building project utilized as
social advancement tool

17.40–18.00 Uhr
Christopher Metz (ETH Zürich)
Raymond Unwin und seine Vorstellung vom kooperativen Städtebau

19.30 Uhr
Gemeinsames Abendessen


Sonntag, 24. April 2016

IV. Neuerliche Versionen ökonomischer Zwänge in moderner Zeit

09.00 – 13.30 Uhr

09.00–09.20 Uhr
Ruth Hanisch (TU Dortmund)
Innovation und Investition: Zur Ökonomie von Otto Wagners Zinshäusern

09.40–10.00 Uhr
Markus Jager (TU Dortmund)
Das Wiener Zinshaus. Archetyp der Renditearchitektur?

10.20–10.40 Uhr
Zuzana Güllendi-Cimprichová (Universität Bamberg)
„Die Wohnungskultur im höheren Sinne des Wortes“.  Wohnungsbaukonzepte
der Brünner jüdischen Architekten in den 1930er Jahren

11.00–11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30–11.50 Uhr
Kerstin Renz (Universität Stuttgart)
Der Krieg als Bauherr – Architektur als Kapitalanlage im Ersten
Weltkrieg

12.10–12.30 Uhr
Sonja Hnilica (TU Dortmund)
Der Staat als Bauherr – Massenuniversitäten der Nachkriegszeit in der
Bundesrepublik Deutschland

13.00 Uhr
Abschiedsapéro

Die Veranstaltung ist öffentlich. Gasthörer sind herzlich willkommen.
Aus organisatorischen Gründen wird  um Anmeldung gebeten:
info@bibliothek-oechslin.ch

Stiftung Bibliothek Werner Oechslin
Luegetenstrasse 11
CH 8840 Einsiedeln

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