Mittwochs-Vortragsreihen an der Hochschule für Architektur in Karlsruhe

Unter dem Titel ehemalige: bauen“ findet die kommende Vortragsreihe Studiengang Architektur WS 15/16 jeweils um 19.00 Uhr statt. Prof. Adrian Adrianowytsch hat vier seiner ehemalige Studentinnen und Studenten eingeladen, sich und ihre Projekte vorzustellen.

11.11.2015 – Jochen Freivogel, Freivogel Architekten, Ludwigsburg – Stabilisatoren

18.11.2015 – Gesine Weinmiller, Weinmiller Architekten, Berlin – Die Hüllen der Hallen

25.11.2015 – Andreas Ditschuneit, 4a Architekten, Stuttgart – Freizeitbauten

02.12.2015 – Daniel Wentzlaff, Nissen Wentzlaff Architekten, Basel – Architektur des Wissens

Veranstaltungsort: Moltkestraße 30 I B-Bau I 5. OG I Foyer West I 19.00 Uhr

Jochen Freivogel I Stabilisatoren

Die Arbeit von Freivogel-Architekten kann überschrieben werden mit dem Primat der Stadt über das Objekt. Aufwertung und Stabilisierung des Umfelds haben Vorrang vor dem Design einzelner Solitäre. Mit ökonomischem Mitteleinsatz, Homogenität der Materialisierung, Großmaßstäblichkeit und Zeichenhaftigkeit soll eine Form von Reduktion entstehen, die nicht als ästhetischer Selbstzweck verstanden wird, sondern als Mittel vorhandene Identitäten zu stärken und Orte und städtische Räume zu stabilisieren. Das Tätigkeitsspektrum von Freivogel-Architekten umfasst den Wohnungsbau, Bauen für Kinder und Bildungsbauten, sowohl im Neubau- als auch im Sanierungsbereich.

Generalsanierung Wohnhochhaus als Nullenergiehaus, Pforzheim, 2014 Foto: Dietmar Strauß

Generalsanierung Wohnhochhaus als Nullenergiehaus, Pforzheim, 2014 Foto: Dietmar Strauß

Gesine Weinmiller I Die Hüllen der Hallen

Jeder architektonische Eingriff in das Geflecht von unberührter und bebauter Umwelt ist eine Änderung des status quo und bedarf einer besonderen Begründung. Architektur kann zerstören, aber auch dem Ort innewohnende Qualitäten stärken und herausarbeiten. Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen und der Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes bilden die Grundlage unserer Architektur. Dieser ganzheitliche Entwurfsansatz prägt die Architektur von Weinmiller Architekten vom Plot bis hin zum Detail. Das Büro wurde 1992 von Gesine Weinmiller gegründet und seit 1999 gemeinsam mit Michael Großmann geleitet. Ihre Bauten wie das Bundesarbeitsgericht, die L-Bank in Karlsruhe oder das Justizzentrum Aachen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Landesbank, Karlsruhe, 2004 - 2010

Landesbank, Karlsruhe, 2004 – 2010

Andreas Ditschuneit I Freizeitbauten

Die Architektur von 4a-Architekten ist von der intensiven Auseinandersetzung mit der emotionalen Wirkung von Räumen geprägt. Ziel ist es, Gebäude mit besonderer Atmosphäre zu schaffen, die den Menschen ein Wohlgefühl vermitteln. Deshalb steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund jeder Planung. Das unvoreingenommene Experimentieren mit den Elementen Raum, Material, Farbe, Licht und Graphik leiten den Entwurfsprozess. Es entstehen individuelle Lösungsansätze und damit Bauten mit eigenständigem Charakter, ohne auf bestehende Typologien zurückzugreifen. Am Ende steht ein schlüssiges Konzept, das nicht den „einen“ Stil verkörpert, sondern das Wesen und die Eigenart der gestellten Aufgabe bis ins Detail erfasst.

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Sanierung der Stadthalle Balingen durch 4a Architekten, Foto: Uwe Ditz

Daniel Wentzlaff I Architektur des Wissens

Nissen Wentzlaff bearbeiten seit 1992 Aufgaben aus Architektur und Stadtplanung, häufi g mit Fokus auf die Steuerung von Veränderungsprozessen: Wie kann eine Gebäudegruppe wachsen, wie wird sie sich verändern und welches sind die Konstanten, die Identität stift en und räumliche Qualität sichern? In den letzten Jahren hat sich daraus die Planung von Gebäuden und Gebäudegruppen für Forschung und Wissensaustausch entwickelt. Unter dem Oberbegriff „Architektur des Wissens“ sind zur Zeit Projekte in Arbeit, die – aufb auend auf der Analyse von Zusammenarbeitsprozessen – inspirierende Umgebungen für Zusammenarbeit und innovative Forschung bieten sollen. Getragen werden die Projekte des Büros durch sorgfältig gewählte Materialität und die Suche nach einem einfachen, selbsterklärenden Ausdruck.

Neubau Haus Thommy, Bottmingen, 2012 Foto: Ruedi Walti

Neubau Haus Thommy, Bottmingen, 2012 Foto: Ruedi Walti

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